Über das Aufzeichnen von Musik

Die Möglichkeit, Sprache oder Musik aufzuzeichnen, fasziniert mich seit langem.

Zum einen, weil ich selbst wertvollen Aufnahmen aus früheren Zeiten prägende Einblicke in Generationen von Musikern verdanke, die mir ansonsten nicht zugänglich gewesen wären: Der Geiger Fritz Kreisler, die Pianisten Dinu Lipatti oder Clara Haskil, Wilhelm Furtwängler, Sergiu Celibidache, Pablo Casals, Maria Callas oder Fritz Wunderlich – die Art und Weise, wie sie phrasieren, gestalten, der Reichtum, welcher von einem jeden hochmusikalischen Klang ausgeht, all das hat mir auf eine ganz bestimmte Art und Weise die Ohren geöffnet.

Zum anderen war es stets ein spannendes und lehrreiches Experiment, einen aufgenommen Live – Klang mit dem (erinnerten) Original zu vergleichen. Waren es anfänglich einfache Versuche mit Diktiergeräten, Walkmans oder Kasettenradios, mit denen Sprache oder kurze Musikstücke aufgezeichnet wurden, so waren es später verschiedenste Mikrophone und Aufnahmegeräte, mit denen immer öfter ganze Konzerte mitgeschnitten wurden.

Gerade anhand dieser Versuche wurde mir mehr und mehr bewußt, welch zweischneidiges Schwert uns mit der Möglichkeit der Musikaufnahme in die Hand gegeben ist. Normalerweise wird der musikalische Fluß eines Musikstückes von der ersten bis zur letzten Note als Folge charakteristischer, einmaliger und in Beziehung zueinander stehender Ereignisse erlebt. Diese essentielle Eigenheit der Musik kann bei Aufnahmen gleich an mehreren Stellen verloren gehen: Wenn etwa bei einer Aufnahme geschnitten wird, oder dadurch, daß beim Abspielen die Aufnahme an beliebigen Stellen gestartet und gestoppt, ein- oder ausgeblendet werden kann, und natürlich auch durch die beliebige Wiederholbarkeit.

Ein weiteres Problem liegt in der Tatsache, daß jedes einzelne Element in der Übertragungskette, vom Mikrophon über das Aufnahmegerät bis hin zu den Lautsprechern, eine verzerrende bzw. verfärbende Wirkung auf den Klang ausübt, der es durchläuft. Die Verfälschung des Timbres ist dabei abhängig vom Material, der Bauweise und (in geringem Umfang) auch von der Temperatur der einzelnen Geräte.

Die weit verbreitete „Audio-Phil“-osophie, wonach das Ziel darin bestehe, sich dem „Original“ quasi asymptotisch möglichst anzunähern, muß demnach verworfen werden, einfach deswegen, weil audioelektronische Komponenten immer aus irgendeinem Material bestehen (müssen) und das Ziel deswegen immer unerreichbar bleibt. Die Zielsetzung müßte vielmehr dahingehend formuliert werden, daß Aufnahme und Wiedergabe eines Musikstückes - ähnlich der Interpretation eines Musikstückes durch einen Musiker - dem Original durch eine verantwortungsbewußte Weiterentwicklung gerecht werden. So bringt die audioelektronische Weiterverarbeitung das prozesshafte, stetig fließende Wesen von Musik nicht zum Erstarren, im Gegenteil, sie (die audioelektronische Weiterverarbeitung) wird zu einer Form der Interpretation, zu einer eigenständigen künstlerischen Disziplin. Zahlreiche hervorragende Aufnahmen aus der Vergangenheit zeigen, daß dieser Denkansatz nicht graue Theorie ist, sondern immer schon von musikalisch begabten Komponentenentwicklern und Tonmeistern instinktiv angewendet wurde.

Nun zeigt aber die C37 – Theorie (und -Praxis), daß Materialklänge, die dem unseres Ohres ähneln, von diesem besonders leicht verarbeitet werden können. Wendet man diese Zusammenhänge auf die Aufnahmetechnik an, so stellt sich heraus, daß die oben erwähnten Verfärbungen und Verfälschungen zum verschwinden gebracht bzw. nutzbar gemacht werden können, wenn die Komponenten C37 – Kriterien erfüllen. Dies deshalb, weil derartige Komponenten salopp gesagt auf die gleiche Art verzerren wie unser Ohr. Einige Komponenten wie z. B. das russische Mikrophon Nevaton MC 416 erfüllen solche Kriterien:




Andere Komponenten wiederum müssen erst entsprechend modifiziert werden.

Um also höchsten Ansprüchen genügen zu können, müßte eine Musik - Aufnahme folgende Kriterien erfüllen:





Ein neues Musiklabel, dessen Aufnahmen diesen Kriterien entsprechen werden, finden Sie in Kürze unter:



davidart recording





-Home-